Die meisten Praxen schicken Ihren Zahnersatz in ein fremdes Labor, oft hunderte Kilometer weit. Bei uns entsteht er ein Stockwerk weiter: geplant, gefräst, gedruckt und von Hand geschichtet von unserer Zahntechnikermeisterin.
Das ist kein Detail für Fachleute. Es entscheidet darüber, wie schnell Sie Ihren Zahnersatz bekommen, wie oft Sie zum Anpassen kommen müssen und wie genau die Farbe am Ende zu Ihren eigenen Zähnen passt.
Was das für Sie bedeutet
- Kurze Wege statt Versand. Passt etwas nicht auf Anhieb, geht die Arbeit nicht in die Post, sondern über den Flur. Korrekturen sind oft am selben Tag erledigt.
- Die Meisterin sieht Sie selbst. Bei Farbe, Form und Biss kommt sie an den Stuhl. Zahnfarben lassen sich am Bildschirm nicht zuverlässig beurteilen, am Menschen schon.
- Feste Zähne an einem Tag werden möglich. Nur mit Labor im Haus lässt sich am OP-Tag ein festsitzendes Provisorium anpassen und einsetzen.
- Ein Ansprechpartner. Behandler und Technikerin sitzen im selben Haus und besprechen Ihren Fall gemeinsam, nicht per E-Mail.
Digitale Planung statt Abdruck
Der Weg beginnt mit einem Intraoralscan: eine kleine Kamera nimmt Ihre Zähne in wenigen Minuten auf, ohne Abdrucklöffel und ohne Würgereiz. Aus diesen Daten entsteht am Bildschirm die künftige Krone, Brücke oder Prothese, abgestimmt auf Ihren Biss und die Nachbarzähne. Erst danach beginnt die Fertigung.

3D-Druck
Gedruckt wird alles, was Form geben muss, aber nicht dauerhaft im Mund bleibt:
- Modelle Ihres Kiefers als Grundlage für die weitere Arbeit
- Bohrschablonen für die navigierte Implantation, passgenau auf Ihre Zähne
- Provisorien, die Sie während der Einheilzeit tragen
- Schienen bei Knirschen oder Kiefergelenkbeschwerden
- Anproben, an denen Sie Form und Zahnstellung vorab beurteilen können
Der Druck läuft über Nacht. Was früher Tage brauchte, liegt am nächsten Morgen bereit.
5-Achs-Fräsung
Unsere Fräsmaschine bewegt das Werkstück in fünf Achsen gleichzeitig. Der entscheidende Unterschied zu einfacheren Geräten: Sie erreicht auch Flächen, die schräg oder hinterschnitten liegen. Damit lassen sich Arbeiten herstellen, die sonst außer Haus müssten:
- Kronen und Brücken aus Zirkonoxid oder Keramik
- Teleskopkronen und Stege für herausnehmbaren Zahnersatz mit sicherem Halt
- Individuelle Aufbauten auf Implantaten, an Ihr Zahnfleisch angepasst
- Prothesenbasen, aus dem Block gefräst statt gegossen
Gefräst wird aus einem Stück Material. Das ist dichter und formstabiler als geschichtetes oder gegossenes Material.

Zirkonoxid
Zirkonoxid ist eine hochfeste Keramik. Sie ist metallfrei, verträglich und lässt Licht durch, anders als ein Metallgerüst. Für Sie heißt das: kein dunkler Rand am Zahnfleisch, keine Metalle im Mund und ein Material, das auch größere Brücken trägt.
Wir arbeiten mit mehrschichtigen Rohlingen, in denen Farbe und Lichtdurchlässigkeit von der Zahnwurzel zur Schneidekante bereits verlaufen, so wie beim natürlichen Zahn. Nach dem Fräsen wird die Arbeit im Sinterofen bei über 1.400 Grad verdichtet und erreicht dabei ihre endgültige Festigkeit.

Multi-Level-Keramik: von Hand geschichtet
Ein natürlicher Zahn ist nie einfarbig. Am Zahnhals ist er kräftiger und undurchsichtiger, zur Schneidekante hin heller und durchscheinend, dazwischen liegen feine Farbverläufe und manchmal kleine Sprünge im Schmelz.
Genau das bildet die Schichttechnik nach: Unsere Zahntechnikermeisterin trägt Keramikmassen in mehreren Ebenen auf das gefräste Gerüst auf, jede mit eigener Farbe und Transluzenz, und brennt sie einzeln. Für einen Frontzahn sind das mehrere Arbeitsgänge und mehrere Brände.
Diese Technik verwenden wir dort, wo sie zählt: bei Kronen und Veneers im sichtbaren Bereich. Im Seitenzahnbereich ist die vollanatomisch gefräste Krone meist die bessere Wahl, weil sie stabiler ist und weniger Fläche zum Abplatzen bietet. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, besprechen wir vorher.
Die Farbe bestimmen wir gemeinsam. Zur Farbnahme kommt die Technikerin an den Stuhl, bei Tageslicht und mit Ihren eigenen Zähnen als Vergleich. Bei aufwendigen Frontzahnarbeiten laden wir Sie zusätzlich zu einer Anprobe ein, bevor die Arbeit fertiggestellt wird.
Was im Labor entsteht
Kronen, Brücken, Veneers, Inlays und Onlays, implantatgetragener Zahnersatz, Teleskop- und Locator-Versorgungen, Total- und Teilprothesen, Aufbissschienen bei Kiefergelenkbeschwerden sowie alle Provisorien. Reparaturen und Unterfütterungen ebenfalls, meist ohne dass Sie länger als einen Tag ohne Ihren Zahnersatz sind.
Kosten
Die Laborarbeit ist Bestandteil des jeweiligen Eigenanteils; die Beträge stehen offen auf der Seite Was kostet was?, etwa 1.160 € für eine Krone aus Zirkon oder Keramik. Verbindlich ist immer der schriftliche Heil- und Kostenplan. Weil wir im eigenen Haus fertigen, entfallen Fremdlaborzuschläge und Versandwege.
Sie möchten sehen, wie Ihr Zahnersatz entsteht? Fragen Sie beim nächsten Termin nach einem Blick ins Labor. Termin