1. Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Studien (u. a. S3-Leitlinie „Behandlung von Parodontitis Stadium I–III“ der DG PARO/DGZMK 2020, EFP/WHF-Konsensus 2020) bringen Parodontitis mit einem erhöhten Risiko für Arteriosklerose (Gefäßverkalkung), Herzinfarkt und Schlaganfall in Verbindung. Es wird angenommen, dass die in den Blutkreislauf freigesetzten Bakterien die Gefäßwände angreifen und dadurch zur Plaque-Bildung und Verhärtung der Arterien beitragen.
2. Diabetes: Es besteht eine bidirektionale Beziehung zwischen Parodontitis und Diabetes. Menschen mit schlecht eingestelltem Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Parodontitis, da hohe Blutzuckerwerte das Immunsystem schwächen und somit die Abwehrkräfte im Mundraum verringern.
3. Atemwegserkrankungen: Bei Patienten mit Parodontitis besteht eine erhöhte Gefahr, dass die in der Mundhöhle vorkommenden Bakterien in die Lunge gelangen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Menschen mit eingeschränkter Lungenfunktion.
4. Rheumatoide Arthritis: Es gibt Hinweise darauf, dass die bakteriellen Erreger der Parodontitis bei der Auslösung und Verschlechterung dieser Erkrankung eine Rolle spielen.
5. Schwangerschaftskomplikationen: Parodontitis steht in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Frühgeburten und niedriges Geburtsgewicht.
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Zahnmedizinern und Allgemeinärzten ist besonders wichtig.
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Fachlich verantwortlich: Dr. med. dent. M.Sc. Sandro Strößner, Zahnarzt, Master of Science Orale Implantologie und Parodontologie · Zuletzt geprüft: September 2026. Die Texte informieren allgemein und ersetzen keine Untersuchung.
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